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Steckeschlääferklamm im Binger Stadtwald: Waldgeister mit Kindern entdecken

Die Steckeschlääferklamm ist ein leicht begehbarer, kurzer Wanderweg durch eine Klamm des Hasselbachs, einem Nebenbach des Morgenbachs in der Nähe von Bingen. Das Besondere an diesem Weg ist, dass der ortsansässige Wanderverein mehr als 65 liebevoll gestaltete Schnitzereien in Bäume, Baumstümpfe und Wurzeln geritzt hat. Die nur knapp einen Kilometer lange Steckeschlääferklamm begeistert sowohl die Kids als auch die erwachsenen Wanderer gleichermaßen. Zu entdecken gibt es lustige Waldgeistgesichter, Kobolde, Gnome, Zwerge und andere Fabelwesen.

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Lage und Anfahrt

Die Steckeschlääferklamm liegt in einem Waldgebiet direkt an der K29 nahe der Ortschaft Weiler bei Bingen. Eine genaue Adresse kann man nicht angeben. In unserer Karte könnt ihr aber einfach den Marker des Wanderparkplatzes anklicken und von dort die Navigation über Google Maps starten. Alternativ sucht ihr „Wanderparkplatz Steckeschlääferklamm“ direkt in Maps.

Es gibt die Möglichkeit, das Auto direkt auf einem Parkplatz an der K29 abzustellen und die Klamm von oben zu durchwandern. Alternativ fahrt ihr noch ein Stückchen weiter Richtung Jägerhaus und parkt das Auto auf einem Parkplatz neben einem kleinen Weiher. Beide Möglichkeiten haben wir euch in der Karte markiert.

Entstehung und Namensgebung

Man könnte meinen, der Name „Steckeschlääferklamm“ leitet sich davon ab, dass hier die Stecke (also die Bäume/Baumgeister) schlafen und die geschnitzten Gesichter so heißen. Tatsächlich heißt aber der ortsansässige Wanderverein „Steckeschlääfer“ und dies bedeutet im dortigen Dialekt soviel wie „die Wanderstöcke schleifen lassen“.

Der Verein hat die Klamm in den 1970er Jahren erschlossen, indem die Mitglieder dort Brücken errichteten und den Weg so begehbar machten. Franz Kellermeier schnitzte die Gesichter in geeignete Bäume und bis heute wird die Klamm durch den Verein in Stand gehalten.

Der Weg durch die Klamm

Der Weg durch die Steckeschlääferklamm ist einfach, nur ca. 700 Meter kurz und damit absolut kindergeeignet. Man kann die Klamm in beide Richtungen begehen. Zusätzlich dazu gibt es einen Höhenweg, über den man die kleine Wanderung zusätzlich verkürzen kann und wo sich ein schöner Rastplatz findet.

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Maximal ergeben sich also 1,4 Kilometer Wegstrecke. Das bedeutet allerdings nicht, dass man schnell fertig ist mit Wandern. Dazu gibt es einfach viel zu viel zu entdecken. Allem voran sind da natürlich die Baumgeister, die gut über die Klamm verteilt und nicht immer ganz leicht zu entdecken sind. Dazu kommt natürlich noch der spannende Klammweg mit den vielen Brücken und seinen Steilwänden, die die Kids auf- und abklettern und rutschen können. Unterwegs liegt zudem ein umgestürzter Baum über den Bach und bildet eine abenteuerliche Brücke, die mutige Kinder oder Erwachsene überschreiten können.

Am bachabwärts gelegenen Ende der Klamm findet sich ein schöner Bachplatz am Hassel- bzw. Morgenbach, wo man ein schönes Picknick machen kann und die Kinder viel Platz und Inspiriation zum Spielen haben.

Eindrücke

Was es noch zu entdecken gibt

Die Steckeschlääferklamm ist an sich schon ein toller Ausflug und nimmt je nachdem, wie weit die Anfahrt ist und wie viel Zeit man sich lassen möchte, auf jeden Fall einen halben Tag in Anspruch.

Wer vorher oder nach dem Besuch der Steckeschlääferklamm noch etwas Anderes erleben möchte, der hat in der Region ein großes Angebot. In unmittelbarer Umgebung befindet sich beispielsweise der Erlebnispfad Binger Wald, das Morgenbachtal oder die Burg Reichenstein.

Wer die Steckeschlääferklamm über eine größere Wanderrunde entdecken möchte, der kann sich an der rund 16 Kilometer langen Baumgeister-Tour versuchen. Außerdem ist die Steckeschlääferklamm Teil des Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderwegs und des Rhein-Burgen-Wegs.

Vor unserem Besuch in der Steckeschlääferklamm haben wir die Burg Rheinstein besichtigt. Ein Bericht zu dieser tollen Burg findet ihr hier.

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