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Korsika 2019 im Bulli: Ein Traum wird wahr!

Inhalt

Vorbereitungen

Nachdem wir Korsika 2018 schon einmal mit dem Zelt bereist hatten und wir das Gefühl nicht los wurden, dass wir so viel noch nicht gesehen, so viel noch nicht erlebt hatten und uns zudem im Herbst 2018 auch noch unseren Traum vom eigenen VW-Bus erfüllt hatten, stand für uns relativ schnell fest, dass wir noch einmal nach Korsika reisen möchten, diesmal aber im Bulli. Schon recht früh buchten wir die Nachtfähre von Genua nach Bastia, den Rest wollten wir uns jedoch recht offenhalten. Schließlich waren wir mit unserem Bulli nun noch sehr viel ungebundener, als man das mit Zelt und Auto ist. Nur ein paar grobe Eckpunkte legten wir fest: Cap Corse, Bonifacio, Bavella-Massiv, ein wenig mehr Westküste und der ein oder andere Ort an der Ostküste sollten auf der Reiseroute liegen.

Bevor unsere erste lange Reise im Bulli anstehen sollte, hatten wir an den langen Wochenenden und den Herbstferien schon fleißig geübt und waren schon viel im Bulli unterwegs. Die Vorbereitungen für die Korsikareise gingen dementsprechend leicht von der Hand. Alles hatte einen Platz, wir wussten, was wir wirklich brauchen und was wir getrost zuhause lassen können. Der Bus war innerhalb eines halben Tages fertig gepackt und abfahrbereit.

Unsere Reiseroute

Anreise und Fährfahrt: 10.07. – 12.07.2019

Am 10.7.2019 starteten wir also Richtung Korsika. Da wir mit mit unseren zwei Jungs Henri und Karl (zu der Zeit 6 und 3 Jahre) reisen, gehen wir Autofahrten für gewöhnlich entspannt an. Und seit wir mit dem Bulli unterwegs sind, erst recht. Nächtliches Losfahren, durchheizen bis zum Ziel: Das alles gehört zum Glück der Vergangenheit an. Uns allen war eine erbärmliche Nacht auf einem italienischen Rastplatz in tropischer Hitze und einem voll beladenen VW Caddy im Vorjahr noch allzu präsent. Für die Anfahrt zur Fähre planten wir also eine Zwischenübernachtung ein. Als Ziel suchten wir bereits im Vorfeld etwas Spannendes für die Kinder aus und landeten schließlich auf dem Ferienhof Rüti am Vierwaldstätter See, einem für Kinder perfekten Hof in traumhafter Berglandschaft mit vielen Tieren und Spielplatz. Den Artikel zum Ferienhof Rüti findet ihr hier.

Nachdem wir dort einen entspannten Abend (mit Alphornkonzert) verbracht hatten, brachen wir nach einem Frühstück mit Bergpanorama frisch zur zweiten Etappe unserer Anreise nach Korsika auf. Ziel war der Fährhafen von Genua. Wir planten vorsichtshalber einen Stau vor dem Gotthard-Tunnel ein und fuhren daher zeitig los. Da der Verkehr allerdings sehr gut lief, kamen wir so früh in Genua an, dass noch Zeit für einen kleinen Bummel durch die Stadt blieb. Nach einem Spaziergang durch den Hafen, einen Teil der Innenstadt und dem obligatorischen Gelato machten wir uns so langsam auf in Richtung Fährhafen, von wo aus am Abend unsere Moby-Fähre nach Bastia ablegen sollte. Die Einschiffung war, wie auch schon im Jahr zuvor, aufregend. Genauso wie das Personal der Corsica-Ferries geht auch das Moby-Personal nicht gerade zimperlich mit ihren Passagieren um. Nach viel hektischem Geschrei und undeutbaren Gewedel der Einweiser auf dem Schiff konnten wir endlich unseren geliebten Bulli ohne Delle auf dem Parkdeck abstellen und hatten einige Mühe, überhaupt aus dem Auto zu kommen, so eng hatten wir geparkt.

Nachdem wir die Kabine bezogen und die Kids ausgefochten hatten, wer welches Bett bekommt, machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Platz auf dem Deck. Bei perfektem Wetter verfolgten wir die Ausfahrt aus dem Hafen, genossen noch ein wenig die Sonne und machten uns dann auf zum Abendessen. Ein Eis als Nachtisch gab es dann wieder auf dem Deck draußen. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang und ein bisschen Träumen im Liegestuhl ging es für ins ab in die Koje. Eine Nacht auf der Fähre ist kurz.

Die Nacht endete nämlich bereits morgens um 6 Uhr mit dem Weckruf. Verschlafen packten wir unsere Sachen zusammen und schon um halb 7 waren wir auf dem Deck und konnten mit frischem Kakao für die Kinder und einem Kaffee für die Erwachsenen beobachten, wie wir uns dieser wunderschönen Insel Korsika und ihrer Hauptstadt Bastia näherten. Wir konnten sogar schon einen Blick auf unser erstes Ziel, das Cap Corse, werfen. Schon bald wurde unser aussichtsreiches Frühstück von dem Aufruf beendet, sich zum Auto zu begeben. Die Ausschiffung lief dann bedeutend entspannter ab als die Einschiffung am Tag zuvor. Es ist immer schön anzusehen, wie sich der Schiffbauch der riesigen Fähre öffnet und sich ein Schwarm von erwartungsvollen Urlaubern mit ganz unterschiedlichen Plänen und Zielen aus dem Schiff drängt und sich dann über die Insel verteilt. Auch wir machten uns auf den Weg Richtung Cap Corse.

Cap Corse: 12.07 – 14.07.2019

Auf der Suche nach einem Campingplatz landeten wir schließlich auf dem Camping de la plage U Stazzu, einem einfachen Campingplatz in Rogliano. Den Beitrag zum Campingplatz findet ihr hier. Den Standort in Strandnähe nutzten wir, um zwei gemütliche Strandtage zu verbringen. Vom Campingplatz U Stazzu hat man gleich zwei Strände in der Nähe.

Am ersten Tag wählten wir den Strand von Macinaggio, der in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz liegt. Dieser ist allerdings leider nur sehr bedingt zum Baden geeignet. Zur Zeit unseres Aufenthalts türmte sich das Seegras dort teilweise meterhoch und roch fürchterlich.

Viel schöner war der Strand von Tamarone. Diesen erreicht man über einen ca. 1 km langen Spaziergang über einen staubigen Weg Richtung Norden. Das Wasser dort ist schön flach, sodass die Kleinen schön spielen können und es gibt einen netten Strandpavillion mit Eis, Getränken und Speisen.

Nach dem perfekten Urlaubseinstieg am Strand stand uns der Sinn nach etwas bergigerem Gebiet und Flüssen und so machten wir uns auf den Weg ins Inselinnere.

Piedicorte-di-Gaggio: 14.07 – 17.07.2019

Für unsere Weiterfahrt wählten wir einen kleinen Umweg. Wir hatten die Ostküste von Korsika noch nicht gesehen und entschieden uns daher, auf der T10 bis Aléria zu fahren und von dort den Weg ins Zentrum der Insel einzuschlagen.

Leider zeichnete sich ab, dass einer von uns krank geworden war und so sollte unser nächster Stopp anders als geplant, aber dennoch sehr schön verlaufen. Wir steuerten den nächsten Campingplatz an, den wir finden konnten und schlugen unser Lager schließlich für die nächsten Tage auf dem Camping Sortipiani in Piedicorte-di-Gaggio auf, um unseren Kranken wieder fit zu bekommen (es war keines unserer Bullikids ?).

Es sollte sich herausstellen, dass wir bei der Campingplatzauswahl wieder einmal ein gutes Händchen gehabt haben, denn der Platz ist ein richtiges Kinderparadies. Einen ausführlichen Bericht zum Campingplatz findet ihr hier. Die nächsten Tage verbrachten die Kinder und der gesund gebliebene Elternteil also viel Zeit auf dem weitläufigen Campingplatzgelände und an einer wirklich tollen Flussbadestelle am Tavignano. Es gab Kanus zum Ausleihen, man konnte wunderbar schwimmen und, was besonders toll war: Es gab unzählige Frösche und Insekten am Fluss und an der Rezeption eine Schildkröte, mit der die Kinder spielen durften.

Nach drei Tagen Genesungszeit konnten wir dann endlich die Weiterreise antreten und uns stand der Sinn nach etwas Action, hatten wir doch die ersten Tage am Strand gelümmelt und dann einen unfreiwillig unaktiven Zwischenstopp in Piedicorte eingelegt. Wir beschlossen daher, nach Corte weiterzufahren, von wo aus man schnell in den umliegenden Bergen und Flusstälern ist.

Corte: 17.07 – 20.07.2019

Baden an der Pont de Noceta

Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass der Urlaub jetzt erst richtig startete und alle hatten große Lust, etwas zu unternehmen. Wir beschlossen daher, nicht auf direktem Wege nach Corte zu fahren, sondern uns auf der Strecke ein lohnendes Ziel herauszusuchen, dort den Tag zu verbringen und erst am späten Nachmittag oder Abend auf den Campingplatz zu fahren. Da es ein sehr heißer Tag war, stand uns der Sinn nach einer schönen Flussbadestelle.

Die unserer Meinung nach beste Zusammenfassung der Flussbadestellen auf Korsika gibt Martin Lendi auf seiner Seite paradisu.de, dem wohl umfassendsten Reiseführer für Korsika. Hier werden insgesamt 49 Flussbadestellen übersichtlich in einer Karte dargestellt und detailreich beschrieben.

Auf unserer Route lag die Pont de Noceta am Fluss Vecchio. Wir brachen also am Morgen vom Campingplatz auf und erreichten schon bald die beschriebene Brücke, wo wir unseren Bulli parkten und unser Tagesgepäck eine steile Böschung herunterbugsieren mussten. Aber das waren wir bereits gewohnt. Baden in den schönsten Flüssen auf Korsika ist selten ohne Mühe zu haben. Das Erlebnis ist meist aber umso größer.

Die Badestelle an der Pont de Noceta ist perfekt für Familien mit Kindern geeignet. Es gibt flache Stellen für die Nichtschwimmer, ein schönes tiefes Becken zum Schwimmen und Felsen, von denen man Sprünge aus bis zu ca. 3 Meter Höhe wagen kann. Perfekte Voraussetzungen für einen spannenden Tag am Fluss.

Schließlich trieb uns der Hunger weiter nach Corte, wo wir noch schnell etwas einkauften und nach kurzer Recherche den Camping Chez Bartho ansteuerten, der für die kommenden Tage unser Standort sein sollte. Den Bericht zum Campingplatz findet ihr hier.

Wanderung Tavignanotal

Für den nächsten Tag suchten wir uns als erste richtige Outdoor-Aktivität für diesen Urlaub eine schöne Wanderung heraus, für die wir uns den ganzen Tag Zeit nehmen wollten. Als Ziel wählten wir eines der Highlights in Corte aus, nämlich das Tavignanotal. Im Gegensatz zum Restonicatal führt hier keine Straße hinein und so teilt man sich den Fluss nur mit anderen Wanderern. Und es gilt die Regel: Je weiter man ins Tal vorstößt, desto leerer sind die Badegumpen.

In das Tavignanotal führen verschiedene Wanderwege zu einer ganzen Reihe von Badestellen. Der einfachste Weg führt direkt oberhalb des Flusslauf bis zu den ersten Badegumpen. Von dort kann man dem Flusslauf flussaufwärts folgen und wandert entweder direkt im Fluss oder, wenn möglich, daneben. Als dritte Variante steigt man erst den Südhang hinter Corte hinauf, umgeht das Tal zunächst und steigt später wieder hinab. So ergibt sich ein schöner Rundweg.

Wir entschieden uns für die dritte, zugegeben sehr anstrengende und sonnige, Variante. Es empfiehlt sich ein früher Aufbruch. Wer zu spät aufbricht, muss beim Aufstieg in der Sonne ganz schön leiden. So auch wir.

Was uns zunächst gar nicht klar war: Man kommt unterwegs an einer der schönsten Badegumpen Korsikas vorbei: dem schwarzen See (Lavu Niellu). Hier kann man sehr schön schwimmen und Mutige können Sprünge bis zu einer Höhe von 14 Metern wagen. Eine gute Übersicht zum Tavignanotal gibt es auf paradisu.de.

Restonica

Wir waren während unserer Korsikareise im Jahr zuvor schon einmal im Restonicatal. Allerdings entschieden wir uns damals für die Wanderung zum Melosee. Das war ein einmaliges Erlebnis. Nach unserer anstrengenden Wanderung im Tavignanotal am Vortag wollten wir diesmal den Restonica-Fluss jedoch badend erkunden.

Es gibt eine ganze Reihe von Badestellen im Restonicatal. Eine sehr gute Übersicht findet sich wieder einmal auf paradisu.de. Je nachdem, zu welcher Jahreszeit man unterwegs ist, können die Parkplätze ziemlich voll sein und man muss evtl. etwas suchen, bis man fündig wird.

Eines muss aber auf jeden Fall vorweg klar sein: Der Fluss ist eiskalt und wird immer kälter, je höher man kommt. Also Achtung: Nichts für Weicheier! Umso schöner ist es aber, sich nach einem kühlen Bad auf den Felsen trocknen zu lassen.

Nach einem tollen Tag am Fluss waren alle ganz schön platt und wir verzichteten auf Kulturprogramm, flanierten noch durch die Innenstadt von Corte und gönnten uns ein Eis auf dem Place Paoli. Die Stadt hat natürlich viel mehr zu bieten, für uns sollte es am nächsten Tag aber weitergehen auf unserer Reise.

Sari Solenzara: 20.07. – 22.07.2019

Am nächsten Tag stand wieder einmal ein Umzug an: Von Corte ging es nach Sari-Solenzara. Dort wollten wir am Fluss Solenzara nahe des Bavella-Massivs einige Tage verbringen. Nachdem es auf dem Wunsch-Campingplatz , dem U Rosmarinu nicht geklappt hat, weil es dort keinen Strom gab, kamen wir auf dem Campingplatz U Ponte Grossu unter. Den vollständigen Bericht zu diesem wirklich schönen Campingplatz findet ihr hier. Auf dem Platz angekommen war erst einmal Stellplatzplatz einrichten und anbaden angesagt. Der Campingplatz liegt direkt am Solenzara und hat wirklich tolle Badestellen zu bieten.

Am Abend überlegten wir, was wir am nächsten Tag unternehmen wollen und entschieden uns für einen echten Klassiker auf Korsika, eine Flusswanderung im Fiumicelli.

Flusswandern im Fiumicelli

Die Wanderung im Fiumicelli ist gerade für Kinder eine beeindruckende und abwechslungsreiche Unternehmung, die jeder nach seinen Möglichkeiten gestalten kann.

Der Start der Wanderung ist einfach zu finden und im Sommer auch nicht zu verfehlen, denn am Parkplatz stehen immer Autos: von Solenzara kommend auf der D268 Richtung Bavellapass fahren. Vorbei an den Campingplätzen„U Rosumarinu“ und „U Ponte Grossu“ bis zur Fiumicelli-Brücke (Pont de Fiumicelli). Dort kann man das Auto parken und direkt an der Brücke führt ein gut ausgetretener Weg runter zum Bachbett, von wo aus man die Wanderung starten kann.

Je nachdem wie alt die Kinder sind und wie viel Action gewünscht ist, kann man die Wanderung nun gestalten. Wer nur baden möchte, hält sich in den unteren Becken auf. Wer mehr möchte, folgt dem Fluss flussaufwärts und findet dort, je nachdem wie weit er vordringt, schöne große Becken, eine kleine Schlucht und hohe Felsen, von denen man springen kann.

Unsere Kids waren zur Zeit unserer Reise 3 und 6 Jahre alt und wir entschieden uns für die gemütliche Variante. Wir gingen so weit, wie wir ohne große Mühen und Klettereinlagen kamen. An einer großen Felsstufe war für uns als Familie Schluss. Freddy wollte natürlich wissen, wie es weitergeht und ging noch auf Erkundungstour. Aber das ist auch das Schöne an dieser Wanderung: Jeder kann so weit gehen, wie er kann oder möchte. Man kann jederzeit umkehren und findet überall schöne Plätze zum Verweilen. Die Kinder sollten idealerweise sicher schwimmen können. Für unsichere Schwimmer und Nichtschwimmer empfiehlt sich eine sichere Schwimmhilfe (eher Weste als Ärmchen).

Auch wenn wir die Highlights nicht gemeinsam erleben konnten (dafür war es für die Kinder noch etwas zu schwer), war die Wanderung im Fiumicelli ein unvergessliches Erlebnis: glasklares Wasser, schöne Badegumpen, zwischendrin immer wieder kleine Sprungfelsen und schöne Rastmöglichkeiten.

An Ausrüstung empfehlen wir folgende Dinge:

Nach der Wanderung im Fluss waren alle ganz schön geschafft und wir machten uns noch einen gemütlichen Abend auf dem Campingplatz und am Fluss. Am nächsten Tag wollten wir schon wieder weiterziehen. Nächstes Ziel war Zonza.

Zonza: 22.07. – 26.07.2019

Bavellapass und Ankunft

Auf dem Weg von Sari-Solenzara nach Zonza wollten wir uns noch das Bavella-Massiv anschauen. Wir fuhren also die D268 Richtung Col de Bavella .

Diese Passstraße ist landschaftlich traumhaft schön. Auf der Passhöhe legten wir eine ausgedehnte Rast ein und genossen die fantastische Aussicht über die grandiose Landschaft. Man hat einen fantastischen Blick auf die Aiguilles des Bavella. Wer eine Wanderung unternehmen möchte, kann zwischen verschiedenen Wegen wählen. Viele Durchreisende nehmen noch den Weg zum Trou de la Bombe (Bombentrichter), einem großen Loch in einer Felswand, in Angriff. Wir beließen es allerdings dabei, die Landschaft auf uns wirken zu lassen und fuhren schon bald weiter Richtung Zonza. Dort hatten wir uns bereits den nächsten Campingplatz herausgesucht: den Camping La Rivière, einen der schönsten Plätze unserer gesamten Reise. Den Bericht zum Campingplatz findet ihr hier.

Nachdem wir uns auf dem Campingplatz einen schönen Stellplatz unter mächtigen Bavella-Kiefern ausgesucht hatten, erkundeten wir die Umgebung und natürlich die nahegelegene Badestelle am Fluss. Die ist ein Traum: Planschen, Schwimmen, Springen, alles möglich, und das nur einige Minuten zu Fuß vom Platz entfernt. Besser geht es wirklich nicht. Das dachten wir auch zunächst. Dass der Fluss noch viel mehr zu bieten hat, fanden wir erst einige Tage später heraus. Doch dazu weiter unten mehr. Nachdem wir uns orientiert und abgekühlt hatten, verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend vor unserem Bulli und suchten eine spannende Wanderung für den nächsten Tag heraus. Dieses Mal wollten wir uns den Piscia di Gallo, einen der höchsten Wasserfälle Korsikas ansehen.

Piscia di Gallo

Die Wanderung zum Piscia di Gallo ist sicherlich kein Geheimtipp auf Korsika, sondern eher Standardprogramm für viele Urlauber in der Region Alta Rocca. Aber das aus gutem Grund: Die Landschaft ist wirklich außergewöhnlich schön. Außerdem eignet sich die Wanderung wegen der Kürze, der wenigen Höhenmeter und dem hohen Erlebniswert sehr gut für Kinder. Es gibt überall etwas zu entdecken und die letzten Meter zum Wasserfall sind eine abenteuerliche, nicht ganz unanstrengende Kletterpartie.

Ausgangspunkt für die Wanderung ist ein großer, kostenpflichtiger Parkplatz an der D368, der sich unweit des Stausees von Ospédale ungefähr in der Mitte der Strecke zwischen Porto Vecchio und Zonza befindet.

Direkt hinter dem Bistro startet der markierte Weg zum Wasserfall zunächst sehr unspektakulär durch den Wald. Nachdem man den Bach überquert hat, der einen die ganze Zeit auf dem Weg begleitet hat, erreicht man schon bald ein schönes Hochplateau. Der Weg führt nun leicht bergab, bis man einen großen Felsen erreicht. Von dort gelangt man über einen sehr steilen, seilversicherten, stufigen Weg runter zum Wasserfall. Für größere Kinder ist das eine willkommene Klettereinlage, kleinere Kinder nimmt evtl. ans kurze Seil. Unseren Jüngsten (zu der Zeit 3 Jahre) hat Freddy in der Trage herunter getragen. Unten angekommen kann man die Aussicht auf den 60 Meter hohen Wasserfall genießen. Für Angstfreie geht es ungesichert noch etwas weiter runter.

Zurück geht es auf demselben Weg. Unterwegs fiel uns auf, dass im Fluss gebadet wurde. Es gab schöne Felsen, auf denen man liegen konnte und sogar einen kleinen Strand. Auf vielen Warnschildern wurde aber vor rasch ansteigendem Wasser gewarnt. Der Fluss wird wohl vom Stausee gespeist und wenn dort Wasser abgelassen wird, steigt der Pegel schnell an. Wir haben aus diesem Grund auf ein Bad verzichtet.

Zurück am Parkplatz hatten wir uns ein Eis und ein kaltes Getränk verdient. Die Kinder haben diese Wanderung, obwohl sie doch anstrengend war, sehr genossen. Der Wasserfall hat auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Für Kinder, die gerne wandern, ist diese kleine Wanderung auf jeden Fall zu empfehlen. Kleinere Kinder können gut in der Kraxe oder Trage getragen werden. Mit einem Kinderwagen ist die Tour nicht zu empfehlen.

Eselwanderung Asinerie Alta Rocc’ânes

Nach der Wanderung zum Piscia di Gallo war die Motivation, auch bei den Kids, immer noch hoch und wir überlegten uns eine weitere spannende Aktivität, die sowohl den Eltern als auch den Kindern Freude bereiteten sollte. Nachdem wir 2017 in Südfrankreich schon einmal eine Wanderung mit Esel unternommen hatten, hatten wir große Lust, das Ganze auf Korsika zu wiederholen. Die Alta-Rocca-Region eignet sich dafür bestens. Nach einer kurzen Internetrecherche wurden wir auch bei Alta Rocc’ânes fündig.

Dabei handelt es sich um eine Eselfarm in der Nähe von Serra di Scopamène direkt neben dem Camping municipal. Wir vereinbarten noch am Nachmittag des Vortages telefonisch einen Termin für eine Wanderung mit zwei Eseln. Alta Rocc’ânes bietet geführte und ungeführte Spaziergänge und Wanderungen in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden. Kinder dürfen ab 3 Jahren auf den Eseln reiten.

Wir entschieden uns für eine Wanderung, die auf 2 Stunden ausgelegt ist und gingen diese ganz gemütlich an. Nach einer kurzen Einweisung in die „Handhabung“ eines Esels durch die netten Mitarbeiter durften die Kinder die Esel putzen und dabei helfen, den Sattel anzulegen. Wir bekamen eine Übersichtskarte mit einer Wegbeschreibung darauf und konnten kurz darauf losmarschieren bzw. reiten.

Obwohl wir uns für die leichteste Wanderung entschieden hatten, war der Weg sehr abwechslungsreich. Vor allem in steileren Passagen wurde es manchmal spannend. Die Wanderroute folgte Teilen des Mare-à-Mare-Wanderwegs und bot auf dem Stück, das wir gegangen sind, eine tolle Aussicht auf das Bavella-Massiv. Die Kinder waren von den Eseln total begeistert. Zunächst war natürlich vor allem das Reiten super aufregend. Irgendwann hatten sie aber auch Gefallen daran gefunden, die Esel am Strick zu führen.

Nach einer kurzen Rast in der Mitte der Wegstrecke ging es dann so langsam wieder Richtung Eselfarm zurück, was auch ganz gut war, denn wir hatten uns einen sehr sonnigen und heißen Tag für die Wanderung ausgesucht und auf dem Weg war nur sehr wenig Schatten zu finden. Zurück auf der Farm durften die Kinder wieder die Esel striegeln, die anschließend auf die Weide gebracht wurden. Wir beendeten den tollen Ausflug mit einem Picknick neben der Eselweide, wo die Kids auf einem kleinen Spielplatz noch etwas spielen konnten.

Ruhetag am Fluss

Nach den zwei Wandertagen gönnten wir uns einen Badetag im Fluss am Campingplatz La Rivière. Wir hatten uns schon auf einen faulen Tag eingestellt, ein Picknick in der Tasche und machten es uns am Strand gemütlich. Die Kids spielten im Wasser, die Erwachsenen lasen am Strand. So brachten wir die ersten Stunden des Tages ganz geruhsam zu. Irgendwann kam Henri jedoch noch auf die Idee, den Fluss etwas zu erkunden. Ein genialer Einfall, wie sich später herausstellen sollte. Freddy ging erst einmal die Lage checken, denn flussabwärts wurde das Wasser doch schon etwas wilder. Begeistert kam er einige Zeit später zurück. Nicht weit von unserer Badestelle befindet sich nämlich nahe der Pont d’Ambrose ein genialer, aber scheinbar wenig bekannter Flussabschnitt mit Sprungfelsen in unterschiedlichen Höhen.

Henri und Freddy gingen, schwammen und kraxelten dorthin und übten Felsenspringen. Henri sprang das erste Mal von einem ca. 3 Meter hohen Felsen. Freddy probierte sich an dem hohen Sprungfelsen. Hier kann man wie bei einem Sprungturm auf verschiedene Höhen klettern und in ein tiefes Becken springen. Teilweise sind Seile als Steighilfe zu finden. Der Felsen bietet Sprünge bis zu einer Höhe von ca. 10 Metern. Leider haben wir keine Bilder machen können, da wir in diesem Urlaub noch keine GoPro hatten. Die Badestelle ist aber ein echter Tipp und selbst im Online-Reiseführer paradisu.de nicht aufgeführt.

Bonifacio: 26.7. – 28.07.2019

Ankunft und Strand

Als nächstes wollten wir unbedingt nach Bonifacio. Im Jahr zuvor hatten wir den Süden Korsikas ausgelassen und wir wollten dies unbedingt nachholen. Wir brachen also am Morgen auf und waren schon um die Mittagszeit in Bonifacio. Wir hatten uns überlegt, dass es praktisch ist, wenn wir möglichst nah am Zentrum unterkommen und so steuerten wir zunächst den Campingplatz L’Araguina an, der direkt am Ortseingang von Bonifacio liegt. Wir schauten uns den Platz an, kamen aber recht schnell zu dem Ergebnis, dass wir weiterfahren werden. Der Campingplatz war zwar ganz schön, aber nicht so gemütlich und für einen Aufenthalt mit Kindern nicht ideal. Wir suchten also einen neuen Platz aus und entschieden uns schließlich für den etwas außerhalb gelegenen Camping des Iles. Den Bericht zu diesem Campingplatz findet ihr hier.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, lohnte es sich nicht mehr so recht, noch in die Stadt zu fahren und wir beschlossen kurzerhand, an den Strand zu gehen. Der Strand von Piantarella liegt ca. 1 Kilometer Fußweg vom Campingplatz entfernt und war an dem Tag, an dem wir da waren, ziemlich voll. Der Weg zum Strand verläuft etwas beschwerlich über schmale, steinige Wege. Ist man aber erst einmal am Ziel angekommen, kann man hier einen schönen Strandtag verbringen. Das Wasser ist schön flach, sodass die Kinder schön spielen können. Wer möchte kann sich Boote oder SUP’s ausleihen und es gibt eine Surfschule. Je nach Wasserstand kann man zu einer kleinen vorgelagerten Insel gehen. Wenn der Wasserstand es nicht zulässt nimmt man ein Boot. Nach einem ausgiebigen Bad in der Sonne und dem Mittelmeer, gab es noch ein Eis und einen Drink im Strandpavillon.

Bonifacio

Bonifacio ist eine wirklich beeindruckende Stadt und nicht umsonst eine der Hauptsehenswürdigkeiten auf Korsika. Die Stadt steht auf einem 60 – 80 Meter hohen Plateau aus Kalk, das teilweise unterspült ist und man meint, die vorderen Häuser müssten jeden Moment ins Meer stürzen. Der Hafen von Bonifacio liegt hinter der eigentlichen Stadt in einem tief eingeschnittenen Fjord, der eine imposante Hafeneinfahrt bildet.

Wir ließen uns bei unserer Stadtbesichtigung treiben. Wir folgten keinem Stadtspaziergang, sondern überließen das Meiste dem Zufall. Wir parkten unseren Bulli auf dem Parkplatz am Friedhof und starteten unseren Spaziergang dort. Den Stadtrundgang auf dem Friedhof zu starten war zunächst etwas befremdlich, die Mausoleen sind aber wirklich sehenswert. Als wir auf der anderen Seite rauskamen genossen wir auf dem Plateau in der Nähe des Gouvernail die Aussicht auf das Meer.

Da es inzwischen schon Mittag geworden war, hielten wir auf unserem Weg durch die Innenstadt Ausschau nach einem Restaurant, wo wir etwas essen konnten. Eine glückliche Fügung führte uns in das L’O2 de Mer, wo wir vorzügliches Fritto Misto bekamen. Nach einem Eis zum Nachtisch ging es weiter zu der Treppe des Königs von Aragon.

Die Treppe befindet sich im äußersten Süden der Stadt. Eine Legende besagt, sie sei in einer einzigen Nacht von Truppen des Königs von Aragon Alfons V. nach der Belagerung von Bonifacio 1420 in den Felsen gehauen worden. Nachdem wir die 187 Stufen hinabgestiegen waren, konnten wir unten angekommen den Ausblick auf das Meer genießen. Bei guter Sicht kann man sogar bis Sardinien sehen.

Nachdem wir die 187 Stufen wieder hinaufgeklettert waren, gönnten wir uns im Hof der Grundschule erst einmal eine kleine Pause und überlegten, was wir uns als Nächstes ansehen wollten. Da es ein sehr heißer Tag war, kam uns ein Besuch im Gouvernail sehr entgegen. Dabei handelt es sich um einen langen Stollen, der in den Fels gehauen wurde und der in einem nur 10 Meter über dem Meer gelegenen Raum mündet, von dem aus früher die Hafeneinfahrt nach Bonifacio überwacht wurde. Heute hat man von dort eine tolle Aussicht in die Meerenge bis zur Küste Sardiniens.

Da es mittlerweile schon recht spät geworden war, entschieden wir uns dazu, ein Abendbrot im Supermarkt zu besorgen und dieses auf dem Rückweg zum Campingplatz auf einem aussichtsreichen Parkplatz zu essen.

Am nächsten Tag wollten wir entlang der Ostküste Richtung Bastia fahren und uns einen letzten Campingplatz suchen, von dem aus wir entspannt zur Fähre gelangen können. Wir packten also am Abend den Großteil unserer Sachen schon zusammen und legten uns schlafen.

In der Nacht wurden wir von einem ohrenbetäubenden Knall aus dem Schlaf gerissen. Kurz darauf Sirenengeheul von unzähligen Polizei- und Feuerwehrautos und Männerstimmen, die aufgeregt durcheinanderschrien. Beunruhigt kletterten wir aus unserem Bulli und sondierten vorsichtig die Lage. Unsere erste Assoziation war eine Explosion. Auf Korsika kommt es ja immer wieder mal vor, dass unliebsame Gebäude mithilfe von Sprengstoff beseitigt werden. Mittlerweile war der ganze Campingplatz aus der Nachtruhe erwacht und wir fanden heraus, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Blitz eingeschlagen hatte und eine Villa lichterloh in Flammen aufgegangen war. Das Gewitter hatten wir im Schlaf gar nicht registriert. Da der Campingplatz nur durch die Straße von der Macchia getrennt wird, machten wir uns nun Sorgen, dass sich der Hausbrand zu einem Waldbrand entwickeln könnte und spielten ernsthaft mit dem Gedanken, den Platz in einer Nacht- und Nebelaktion zu verlassen. Nicht wenige Campingplatzbesucher taten dies wirklich. Nach einiger Zeit zeichnete sich jedoch ab, dass die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht hatte und wir legten uns wieder schlafen.

Cervione: 28.07. – 30.07.2019

Am nächsten Morgen berichteten wir unseren Kids bei Croissants und Kakao von dem Blitzeinschlag. Die hatten nämlich tief und fest geschlafen und von dem ganzen Trubel nichts mitbekommen. Noch etwas zerknittert packten wir anschließend unsere restlichen Sachen und machten uns auf den Weg. Unterwegs hielten wir immer wieder Ausschau nach geeigneten Campingplätzen und fuhren schließlich den Camping Calamar in Cervione an. Einen Bericht zum Platz findet ihr hier.

Unterwegs fing es dann zu regnen an und so stellten wir den Bulli zunächst einmal nur auf unserem Stellplatz ab und erkundeten den Campingplatz und den Strand. Der Regen ließ aber schnell nach und wir konnten unser Lager aufbauen und machten es uns bequem. Um noch eine große Unternehmung zu starten, war es mittlerweile zu spät geworden und wir verbrachten den restlichen Tag am Strand.

Badegumpe Bucatoggio

Für den nächsten Tag suchten wir uns eine letzte Wanderung mit Bademöglichkeit heraus: Den Bucatoggio-Wasserfall, der nicht weit entfernt liegt vom Campingplatz.

In zwei Urlauben auf Korsika haben wir einige Flussbadestellen auf der Insel erkundet. Viele davon sind ganz schön imposant. Oft muss man sich den Fluss aber mit sehr vielen anderen Menschen teilen, da die meisten Badestellennatürlich kein Geheimtipp mehr sind. Die Badegumpen im Bucatoggio liegen etwas abseits der großen Touristenströme und zur Zeit unseres Besuchs war wirklich nicht viel los. Das liegt aber nicht daran, dass der Fluss nichts zu bieten hat. Ganz im Gegenteil: Nach einer einfachen Wanderung kann man in einer schönen Gumpe direkt unter einem herabstürzenden Wasserfall baden.

Ausgangspunkt für die diese kurze Wanderung ist der Wanderparkplatz am „Site archéologique“ nahe der Siedlung Pianelli (siehe Kartenausschnitt).

Von dort erreicht man die Gumpe in ca. 1 Kilometer Fußweg auf zunächst einfachen Wegen. Später muss man über steiniges Gelände aufsteigen. Der Weg ist Orange markiert. Die Wanderung eignet sich für Kinder ab 3 Jahren. Für kleine Kinder ist eine Trage oder Kraxe als Backup sicher hilfreich. Für den Kinderwagen eignet sich der Weg nicht.

Vom Parkplatz führt der Weg Richtung Norden am „Site archéologique“ vorbei, bis man in einer Linkskurve eine alte Genuesenbrücke erreicht. Diese wird NICHT überquert, sondern man folgt weiter dem Weg, bis zu einem Telefonmast mit orangefarbener Markierung. Dort biegt man nach rechts ab. Der Weg verläuft nun schattig im Wald neben einem Bach und schon bald kann man das Rauschen des Wasserfalls hören. Die letzten Meter muss man über Steinblöcke aufwärts kraxeln und erreicht die Badegumpe.

An der Badestelle finden sich gute Einstiege in das Wasser. Aber Achtung: Das Wasser ist kaaaalt. Durch das Becken kann man hin zum Wasserfall schwimmen und über glitschige Felsstufen auch hinaufklettern und sich direkt unter die herabstützenden Wassermassen stellen. An der Seite findet sich ein Seil, mit dessen Hilfe man den Geländesprung überwinden und zu einer weiteren, oberhalb gelegenen Badegumpe, aufsteigen kann.

Fährfahrt und Heimreise: 30.07.2019 – 02.08.2019

Am nächsten Morgen galt es noch einmal die letzte Gelegenheit zu nutzen und frische Croissants und Baguette beim Brotauto zu holen, bevor wir Frankreich verlassen. Nach dem Frühstück blieb noch Zeit bis zum Nachmittag, bis wir aufbrechen mussten. Zeit genug, um noch einmal an den Strand zu gehen und das Meer zu genießen. Währenddessen packten wir etwas wehmütig unseren Sachen und verließen den Campingplatz Richtung Fährhafen Bastia. Kaum zu glauben, dass unser Aufenthalt auf Korsika schon vorbei sein sollte. Die Zeit verging so schnell.

Um 14:00 standen wir in der Schlange am Fährhafen. Dieses Mal ging die Einschiffung wesentlich entspannter vonstatten als bei der Hinfahrt. Routiniert parkten wir unseren Bulli auf dem Parkdeck, schulterten unser zuvor gepacktes Bordgepäck und suchten uns ein schönes Plätzchen. Für die Rückfahrt hatten wir die Tagfähre gebucht, die abends in Livorno ankommen sollte. Dort wollten wir noch schön essen gehen und uns einen Platz in der Nähe für eine Zwischenübernachtung suchen. Am nächsten Tag wollten wir uns noch den schiefen Turm von Pisa ansehen und dann die erste große Etappe Richtung Heimat antreten.

 

In Livorno angekommen, schifften wir aus und orientierten uns zunächst einmal. Wir suchten einen Parkplatz und checkten Tripadvisor nach einem nahegelegenen Fischrestaurant. Nachdem wir die letzten Croissants auf Korsika gegessen haben, wollten wir jetzt noch einmal die Gelegenheit nutzen und guten Fisch essen, bevor wir auch das Mittelmeer hinter uns lassen. Zwischenzeitlich suchten wir noch einen Übernachtungsplatz aus und reservierten telefonisch einen Platz. Dann ließen wir einen langen Tag gemütlich bei Meeresfrüchten im Restaurant Porto di Mare und einem Gelato in der wahnsinnig guten Eisdiele Gelateria Caprilli ausklingen und machten uns spät am Abend auf den Weg zum Campingplatz, dem Agiturismo Lago Le Tamerici. Den Bericht zum Platz findet ihr hier. Dort angekommen machten wir nur schnell den Bulli fertig für die Nacht und legten uns schlafen.

Am nächsten Morgen packten wir recht früh zusammen, checkten aus und fuhren ohne Frühstück los. Der Plan: Frühstück mit Panini und Espresso in Pisa. Dort angekommen, suchten wir einen Parkplatz und spazierten den kurzen Weg zum schiefen Turm. Irgendwie war dieser zwar schön, aber waren wir uns doch einig, dass ein bisschen zu viel Hype darum gemacht wird. Wir waren so früh unterwegs, dass die meisten Lokale noch geschlossen hatten. Wir wurden aber dann doch noch fündig und kamen in den Genuss von leckeren Panini und einem guten Kaffee. So gestärkt machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat.

Auf unserer Route war abzusehen, dass am Gotthard-Tunnel Stau ist und wir wichen auf die Bernadino-Route aus: eine sehr gute Entscheidung, denn landschaftlich schlägt diese Variante die Gotthard-Route um Längen. Um die Geduld der Kids nicht übermäßig zu strapazieren, machten wir uns am frühen Abend auf die Suche nach einem Campingplatz zum Übernachten. Fündig wurden wir schließlich nahe Chur in der Schweiz und verbrachten eine Nacht auf dem Camping Trin, einem erfrischend anderen Campingplatz mit tollem Bergpanorama. Wenn ihr mehr über den Platz erfahren möchtet, könnt ihr das hier nachlesen.

Nach dem Frühstück ließen wir uns noch etwas Zeit mit der Weiterfahrt, denn wir hatten es an diesem Tag nicht sonderlich eilig. Wir wollten noch nicht nach Hause, sondern waren noch mit Freunden verabredet, die ihren Urlaub auf der schwäbischen Alb verbrachten. Dort hatten wir uns zur Stippvisite angemeldet. Die Strecke war also nicht so weit. Unterwegs kam uns dann aber gegen Mittag noch die spontane Idee, unsere Mittags am Bodensee zu verbringen und so verbrachten wir noch ein gemütliches Picknick am Lindauer Bodenseeufer. Wir sprangen sogar noch einmal kurz ins Wasser. Um nicht allzu spät anzukommen, machten wir uns dann aber doch bald auf den Weg und steuerten unser nächstes Ziel an: das Hofgut Hopfenburg. Dort verbrachten wir noch einen entspannten Abend mit Freunden, bevor wir am nächsten Morgen den endgültigen Heimweg antraten.

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